Zwei Neuzugänge
6. Oktober 2026

Swiss Sports History kann zwei Neuzeugänge vermelden: Jasmine Imboden und Anojen Kanagasingam sind ab sofort als Botschafter:in und Zeitzeug:in für das Projekt unterwegs.
Jasmine Imboden ist Fussballerin und spielte in den diversen Juniorinnen-Nationalteams. Aufgrund einer schweren Verletzung musste sie ihren Profitraum begraben, sie spielt aber weiterhin in der 2. Liga für den FC Breitenrain und in der Swiss Futsal Premier League beim Futsal Club Luzern. Aktuell spielt sie zudem im Schweizer Futsal-Nationalteam. Imboden orientierte sich mit 23 Jahren neu und wurde Schauspielerin, sie hat in verschiedenen Serien und Kinofilmen mitgewirkt. Als Zeitzeugin erzählt sie in Schulbesuchen, wie sie als Schwarze, queere Fussballerin im Sport sowohl Gemeinschaft und Zugehörigkeit als auch Ausgrenzung und Rassismus erlebt hat. Sie möchte Kindern und Jugendlichen mitgeben, wie wichtig es ist, Menschen im Sport eine Stimme zu geben und nicht zu schweigen, wenn Diskriminierung passiert. Alle müssen das Recht haben, sich im Sport sicher und akzeptiert zu fühlen – unabhängig von Hautfarbe, Geschlechtsidentität, Herkunft oder sexueller Orientierung.
Jasmine Imboden zu ihrem Engagement: «Ich finde Sportgeschichte wichtig, weil wir sonst vergessen, wie viele Menschen im Sport mit Diskriminierung und Ausschluss zu kämpfen hatten. Als Schwarze Fussballerin ist es für mich wichtig zu wissen, wer vor mir den Weg gegangen ist und welche Hürden diese Menschen überwinden mussten. Gleichzeitig zeigt uns die Geschichte, dass Fortschritt nicht selbstverständlich aber enorm wichtig ist.»
Anojen Kanagasingam ist Fussballschiedsrichter in der höchsten Schweizer Spielklasse und auf internationalem Niveau. Er begann im Alter von 17 Jahren mit dem Pfeifen, nachdem er als Spieler mit der Leistung eines Schiedsrichters unzufrieden war. Neben der Schiedsrichterei ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Schweizerischen Polizei-Instituts tätig. Als Zeitzeuge spricht er in Schulbesuchen darüber, wie er als Fussballspieler mit Rassismus zu kämpfen hatte und wie er als Schiedsrichter damit umgeht. Er erzählt zudem, was Respekt, Selbstvertrauen, Hartnäckigkeit und der Umgang mit Fehlern im Sport für ihn bedeutet.
Anojen Kanagasingam zu seinem Engagement: «Für mich bedeutet Sportgeschichte mehr als das Bewahren von Resultaten und Statistiken: Sie macht Entwicklungen sichtbar, gibt Menschen und ihren Geschichten eine Stimme und hilft uns, den Sport von heute bewusster zu gestalten. Die Geschichte zeigt, wie sich unser Verständnis von Fairness, Respekt und Leistung entwickelt hat – und erinnert uns daran, dass auch das, was heute selbstverständlich scheint, einmal anders war.»